Schlussszene

 

Krieg, Hungersnot und Vertreibung machen weltweit Millionen von Kindern, Frauen und Männern das Leben in ihrer Heimat unmöglich. Flucht ist für sie der einzige Ausweg. Auf der Suche nach Sicherheit müssen sie alles zurücklassen – ohne zu wissen, wohin der Weg sie führt…

 

Das Theaterstück „Heimatlos“  wurde von der Klasse 4b der Eichendorf Grundschule in Hof (Oberfranken) zweimal im Brandenburger Kulturstadl in Bayreuth aufgeführt.

 

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Interview mit den Künstlern

 

Auf die Frage, warum Aleyna an diesem Stück mitwirkte, antwortete die Schülerin, dass ihr die Flüchtlingsthematik sehr am Herzen liege und in ihrer Schule das Thema sehr aktuell sei. Sie beschrieb, dass vor einiger Zeit der erste Auftritt des Stückes „Heimatlos“ in Hof stattgefunden habe und am 12.07.2016 zwei weitere Auftritte im Brandenburger Kulturstadl folgten und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Das Stück wurde letztes Jahr auch schon in einer ähnlichen Form gezeigt, aber „ohne ausländischen Inhalt, Krach und Furcht“. Dieses Jahr wurde deswegen die Flüchtlingsthematik extra mit integriert. Die Schülerin war mit ihrer eigenen Leistung zufrieden und fand den Auftritt ihrer Klasse richtig gut. Auf die Frage, inwiefern die Schüler selbst eigne Ideen mit einbringen konnten, antwortete sie, dass dies möglich war und „demokratisch entschieden wurde“.

Aleyna könnte sich vorstellen, dieses Stück weiter mit ihrer Klasse aufzuführen. „Das Stück umfasst zwar ein trauriges Thema, aber es macht Spaß auf der Bühne zu stehen und Schauspielerin zu sein“, erklärte sie. Sie ziehe es auch in Betracht, später eine „richtige“ Schauspielerin zu werden.

Außerdem meinte das Mädchen, dass sie sich sehr gut vorstellen könne, an weiteren Theaterstücken mit aktuellen Themen teilzunehmen und sie meinte, dass das Thema Krieg „ja nie aufhören wird.“ 

Abschließend wurde auch noch die Leiterin des Stückes Frau Schleiter befragt, warum sie gerade dieses Stück inszeniert hat. Sie antwortete, dass auf Grund der aktuellen Lage und einem Migrationshintergrund von 60 % an ihrer Schule, jede Woche neue Flüchtlingskinder hinzukommen und alle Schüler somit mit neuen Kulturen konfrontiert werden. So war es auch wichtig, viele Sprachen in dem Stück „Heimatlos“ zu vereinen. Ebenfalls wurde von Frau Schleiter berichtet, dass der Musiker und Erzähler des Stückes über eine Zusammenarbeit mit Amnesty International gewonnen werden konnte. Einige Textauszüge des Stückes wurden aus dem Buch „Wir brauchen neue Normen“ einer Flüchtlingsfrau entnommen und in diesem Stück integriert.